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Versöhnung über den Gräbern

 

bullet Treuenbrietzen-Nichel: Gedenkstein zur Erinnerung an ein Massaker (1945)

 

Gedenkstein im Jahre 1995 durch die italienischen Behörde errichtet

Ortschaft ca 50 Kilometer südwestlich von Berlin. Ein Gedenkstein erinnert an das Massaker von 127 italienischen Kriegsgefangenen am 23 April 1945 durch eine noch nicht ermittelte militärische deutsche Abteilung. Die Opfer waren Soldaten, die die Nazis nach dem Waffenstillstand am 8. September 1943 entwaffnet, nach Deutschland abgeschleppt und in einem Lager interniert hatten. Sie leisteten  für zwei nahe gelegene Munitionsfabriken Zwangsarbeit. An einem der letzten Kriegstage - während die Rote Armee sich anschickte, die Stadt Treuenbrietzen zu stürmen - wurden sie von deutschen Militärs abgeführt. Vor einer Sandgrube bei der Unterführung der Bahnlinie Wittenberg-Potsdam, wurden sie erschossen. Vier von ihnen überlebten wie durch ein Wunder und waren Zeuge des Massakers. Die Toten wurden zuerst provisorisch am Ort der Erschießung begraben. Anschließend wurden sie exhumiert und auf dem Friedhof von Nichel bestattet. Später wurden die Opfer - unter Mitwirkung des italienischen Geistlichen Luigi Fraccari - nach Berlin überführt und auf dem Waldfriedhof Zehlendorf bestattet. (Siehe folgendes). Ihres Schicksals wird jedes Jahr am Befreiungstag, dem 25. April, durch die Italienische Botschaft, die Kommune von Treuenbrietzen, sowie durch kulturelle und politische Gesellschaften feierlich gedacht.

Verbindungen von Berlin:

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Auto:

Nach Treuenbrietzen: A115 (AVUS) bis zum Ende - A10 (Berliner Ring) in Richtung Hannover/Magdeburg/Leipzig bis zur ersten Ausfahrt nach Michendorf - B2 nach links in Richtung  Treuenbrietzen - bis Treuenbrietzen. Von Treuenbrietzen (Zentrum) zum Gedenkstein:    Bäckerstrasse – Umleitung nach Belzig – Kreuzung mit der Strasse 102 – Strasse 102 bis zur Kreuzung mit der Strasse nach Brück – Brückerstrasse bis Nichel – Dorfstrasse bis zur Sandgrube. Es wird jedoch empfohlen – da der Ort auf dem Land liegt  – sich  über die Art, sich über die beste Verbindung beim lokalen Heimatmuseum zu erkundigen:

Großstraße 1a - 14929 Treuenbrietzen
Tel: 033748/70506, Fax: 033748/
Öffnungszeiten: Mittwoch - Freitag, 13:00-17:00 Uhr

Alternativ nach Treuenbrietzen: AVUS > Magdeburg/Leipzig > Leipzig > Ausfahrt Linthe > Brück > Nichel > Treuenbrietzen.  

 

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Eisenbahn:  Regionalbahn vom Bahnhof Wannsee (jede zweite Stunde) in Richtung Jüterbog (ca. 45 Min.). Aussteigen in Treuenbrietzen-Hbf oder in Treuenbrietzen-Süd. Bushaltestelle in der Strasse B102 zum Stadtzentrum.

 

 

bulletBerlin - Zehlendorf: Italienischer Militärfriedhof des Zweiten Weltkrieges

Der Militärfriedhof von Berlin-Zehlendorf

 

Auf diesem Friedhof ruhen die sterblichen Überreste von 1265 Italienern, größtenteils ehemalige Kriegsgefangene aus den Lagern des III. Reiches. Unter ihnen befinden sich auch Zivilisten. Der Friedhof wurde im Zeitraum 1955 - 1957 errichtet.

Er hat einen rechteckigen Grundriss und eine Fläche von 6.540m2. Auf jedem Grab steht ein Grabstein mit einer Bronzetafel, auf der der Name, der Dienstgrad bzw. der Beruf der Gefallenen eingraviert ist. Am Eingang ist der Weg zur italienischen Abteilung ausgeschildert.

Auf diesem Friedhof ruhen viele der Opfer von Treuenbrietzen.

Der Friedhof ist Teil des Waldfriedhofs von Zehlendorf in der Potsdamer Chaussee. Der Eingang befindet sich am Wasgensteig.

Verbindungen mit den Verkehrsmitteln: S-Bahn bis Mexikoplatz und von dort mit dem Bus 118 (Rathaus Zehlendorf-Potsdam) in Richtung Potsdam.

Wir bedanken uns beim Gen. Claudio Acquaviva, der seine Dokumente über den Friedhof von Zehlendorf uns geliefert hat.

Liste, Namen, Mappe sind hier verfugbar: Acquaviva Dokumente.

 

bulletStahnsdorf (Potsdam): Italienischer Militärfriedhof des Ersten Weltkrieges

 

weitere Infos hier

Stahnsdorf

Südwestkirchhof Website,
hier klicken

Südwestkirchhof

 

Auf dem Friedhof sind 1659 italienische Soldaten des Ersten Weltkrieges begraben. Sie waren fast ausschließlich Kriegsgefangene. Bis zum Jahre 1976 lagen sie in Einzelgräbern. Dann wurde die Abteilung zur Zeit der DDR umstrukturiert. Ein Rasen entstand und die originalen Steingräber wurden entfernt. Am Ort wurden als Symbol 25 Steinkreuze errichtet.

Die Namen der Toten sind auf Bronzetafeln eingraviert, die auf einem Obelisken im Zentrum der Abteilung angebracht sind.

Der Militärfriedhof ist Teil des monumentalen Südwestkirchhofs, der wegen seiner Maße und seiner Struktur einem Waldpark ähnelt. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist noch heute Eigentümerin des Südwestkirchhofs.

Gegenüber der italienischen Abteilung liegt auch der britische Militärfriedhof.

Adresse: Bahnhofstrasse - 14352 Stahnsdorf (Potsdam)

Verbindungen von Berlin: Bus 623 (diese Buslinie fährt von der U-Bahn Station Oskar-Helene-Heim bis nach Stahnsdorf-Bahnhofstrasse und hat einen Anschluss zur S-Bahn S1 von Zehlendorf. (Achtung! Bus 623 fährt am Wochenende zwischen 08.00 und 17.00 nicht!)